Künstler der Sammlung
Cyprián Majerník
1909 Veľké Kostoľany–1945 Prag
Die tragischste Gestalt der Generation 1909 — ein slowakischer Maler, der in Prag das stärkste künstlerische Zeugnis über die Schrecken des Krieges schuf. Nach der Handelsschule in Košice lernte er an Gustáv Mallýs Privatschule in Bratislava und an der Prager Akademie bei Josef Loukota und Jakub Obrovský; er blieb für immer in Prag und bildete mit Ján Mudroch, Ján Želibský, Jakub Bauernfreund und Endre Nemes den Kern der Generation 1909. Ein kurzer Aufenthalt in Paris (1932) öffnete ihm die Welt Chagalls und de Chiricos.
Flüchtlinge, Vertriebene, Don Quijote und die Reiter — für dieses Bild erhielt er 1942 den Jahrespreis der Umělecká beseda — sind Zeugnisse einer Zeit, die er mit fortschreitender Krankheit durchlebte. Er starb am 4. Juli 1945 in Prag, nur wenige Wochen nach der Befreiung; 1946 war er auf der Ausstellung Trente ans de peinture tchécoslovaque in der Pariser Orangerie vertreten, 1991 verlieh ihm Präsident Havel in memoriam den T.-G.-Masaryk-Orden, und die Galerie der Stadt Bratislava richtete ihm zum hundertsten Geburtstag (2009) eine große Ausstellung aus.
Werke dieses Künstlers haben wir derzeit nicht im Angebot.