Künstler der Sammlung
Koloman Sokol
1902 Liptovský Mikuláš–2003 Tucson
Der Begründer der modernen slowakischen — und mexikanischen — Grafik, der hundert Jahre alt wurde. Nach schwerer Kindheit gelangte er an Eugen Króns Privatschule in Košice, dann zu Mallý nach Bratislava und 1925 an die Prager Akademie zu Max Švabinský und T. F. Šimon; ein Stipendium der französischen Regierung führte ihn 1932 nach Paris zu František Kupka. Als Mitglied der SČUG Hollar stellte er 1937 in Mexiko aus und nahm die Einladung des mexikanischen Ministeriums an: Er gründete die Grafikabteilung an der Escuela de las Artes del Libro und lehrte bis 1941 an der Universität in Mexiko-Stadt.
1942 – 1946 lebte er in New York, nach der Rückkehr lehrte er in Bratislava, doch 1948 ging er endgültig in die USA — nach Bryn Mawr bei Philadelphia und zuletzt nach Tucson. Seine expressiven Grafiken und Zeichnungen über Leid und Armut gehören zu den Höhepunkten der slowakischen Kunst; 1991 erhielt er den T.-G.-Masaryk-Orden, 2003 den Orden des Weißen Doppelkreuzes I. Klasse. Am Lebensende schenkte er der Slowakei 48 Werke, die den Grundstock des Koloman-Sokol-Zentrums in Liptovský Mikuláš bilden.
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