




Sammlung INVESTinART · Keramik · Höhe ca. 30 cm
Japanische Satsuma-Vase mit Kannon- und Rakan-Dekor
20. Jahrhundert
Über das Werk
Japanische Vase vom Typ Satsuma im Exportstil Kyō-Satsuma, datiert um 1920–1950 — späte Taishō- bis frühe Shōwa-Zeit. Der ovoide Korpus mit kurzem Hals, vergoldetem ausgestelltem Rand und niedrigem Standring besteht aus niedrig gebrannter Irdenware (tōki), nicht aus Porzellan. Den cremefarbenen Scherben überzieht eine fein krakelierte Glasur — das Netz feiner Risse ist beabsichtigt und gehört zu den typischen Merkmalen der Satsuma-Keramik. Der Dekor ist in polychromen Emailfarben in der Relieftechnik Moriage ausgeführt und durch reiche Vergoldung ergänzt, die am Halsrand stellenweise natürlich berieben ist.
Zentrales Motiv ist der Bodhisattva Kannon (Avalokiteshvara) in Begleitung von Rakan — Arhats, den erleuchteten Schülern Buddhas — mit vergoldeten Nimben; einer von ihnen, der Rakan Handaka Sonja, wird von einem Drachen begleitet. Den Hintergrund bilden Berge vom Fuji-Typ, Hals und Fuß rahmen Brokatbordüren auf kobaltblauem (gosu blue) und schwarzem Grund. Auf dem Boden befindet sich eine mit dem Pinsel geschriebene dreischriftzeichige Werkstattmarke 鐘美堂 (Shōbidō) — eine Ateliermarke (dōgō), keine Malersignatur. Die Vase gelangte von einem Privatsammler aus der Slowakei in die Sammlung.
Katalogangaben
- Künstler
- Unbekannter Künstler
- Jahr
- um 1920 – 1950
- Technik
- Satsuma-Irdenware — Krakeleeglasur, polychrome Emailfarben, Moriage-Reliefdekor, Vergoldung
- Marke
- auf dem Boden mit dem Pinsel geschriebene dreischriftzeichige Werkstattmarke 鐘美堂 (Shōbidō)
- Maße
- Höhe ca. 30 cm
- Provenienz
- Privatsammler, Slowakische Republik
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„Japanische Satsuma-Vase mit Kannon- und Rakan-Dekor“ — Unbekannter Künstler